Zitat:
Zitat von Gundi
Da es viel zu oft keine Gerechtigkeit im Leben von Menschen gibt, ist dann nicht die logische Konsequenz, dass es etwas nach unserem Leben geben muss, wie z.B. die Wiedergeburt?
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Die Reihenfolge stimmt so nicht. Nicht, weil hier Ungerechtigkeit herrscht, ist die Wiedergeburt eine logische Konsequenz. Sondern: Gott hatte den Menschen ursprünglich in Seinem Bild und in Einheit mit Ihm geschaffen. Das funktionierte auch solange, bis der Widersacher kam und dem Menschen Zweifel Gott gegenüber einsäte. Das führte zu Ungehorsam (dem Nichtbeachten einer einzigen Regel, die aus Weisheit aufgestellt gewesen war). Und das wiederum führte zur sofortigen Trennung von Gott und Mensch. Seit dieser Trennung lebt der Mensch mit all seinen Nachkommen in dieser Trennung. Das ist der Zustand der Sünde. Sünde bedeutet von der Basis her also nicht unmoraliches Verhalten (das ist er logischerweise in der Konsequenz auch, aber eben nicht von der Basis her), sondern eben dies: es ist der Zustand der Trennung, in den seither alle Menschen hineingeboren werden.
Von sich aus findet der Mensch keinen Weg zurück zu Gott, egal wie sehr er sich auch anstrengen mag (z.B. durch Religion, Gut-sein, Askese, Glauben an einen Gott, usw.): es gibt einfach keinen. Aber Gott ist die Liebe in Person und wollte den Menschen bei sich haben. So hat Er einen Weg geschaffen, dass der Mensch zu Ihm zurück kann, wenn er denn will. Weil der Mensch also nicht zu Gott zurück gelangen kann, kam Gott zu den Menschen und zwar in Gestalt Seines Sohnes Jesus, der DAS Opfer auf sich nahm, das notwendig war, um die Trennung zwischen Gott und Mensch zu überbrücken. Darum kann der Mensch von sich aus nämlich nicht zu Gott zurück, weil er nicht in der Lage ist, DIESES Opfer auf sich zu nehmen. Jesus aber hat es getan und seither hat jeder von uns die Möglichkeit, dieses Opfer als Geschenk für sich im Glauben, also im Vertrauen, anzunehmen.
In dem Moment, wo der Mensch das tut, passiert die
Wiedergeburt, und der Heilige Geist kommt in ihn. Es ist die geistliche Wiedergebut (eine fleische Wiedergeburt im Sinne der Reinkarnation gibt es nicht). Durch diese Verbindung: Mensch-Gott Heiliger Geist-Gott Vater, die durch das Opfer Gottes, des Sohnes zustande kam (ein Gott, der sich in drei Personen manifestiert), ist die Trennung aufgehoben, der Mensch lebt nicht mehr im Zustand der Sünde und ist wieder mit Gott vereint. Logisch kann der Mensch noch sündigen, aber das sind 2 verschiedene Paar Schuhe, verstehen Sie, was ich meine? Aus dem
Zustand der Sünde komme ich zwar durch das Annehmen von Jesu Opfer heraus, aber ob ich sündige (hier ist das Tun gemeint) oder nicht, hängt von mir ab. Denn ein sogenannter wiedergeborener Christ ist ja nicht anders als andere Menschen, denn noch lebt er ja auf dieser Erde, in diesem Körper, in dieser Begrenztheit. Der einzige Unterschied ist der, dass wir Christen aus Gottes Gnade leben und dies auch wissen. Diese Gnade zeigt sich darin, was Er durch Jesus für uns getan hat. "Gnade" ist ein Geschenk, etwas das wir uns nicht verdienen können und auch keinen Anspruch darauf haben.
Der Moment unseres natürlichen Todes bringt dann allerdings tatsächlich die endgültige Entscheidung: habe ich Jesus angenommen und ist dadurch die Verbindung zu Gott wiederhergestellt, dann verbringe ich meine Ewigkeit mit Gott in Seinem Reich, also "im Himmel". Habe ich Jesus nicht angenommen, verbleibe ich für immer im Zustand der Sünde, also im Zustand der Trennung von Gott. Ohne die notwendige Verbindung ist es einfach unmöglich, hinüber zu gelangen.
Wesentlich ausführlicher ist es in vielen verschiedenen Themen in meiner website LEBENSWEGE geschrieben:
Lebenswege
Ich hoffe, ich konnte die Frage einigermaßen verständlich beantworten!
Liebe Grüße,
Birgit